Verstopfung unter GLP-1: Ein praktischer Leitfaden

Verstopfung unter GLP-1: Ein praktischer Leitfaden

2026-01-01 · 5 Min. Lesezeit

Verstopfung ist eine der am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen von GLP-1-Medikamenten. Bei manchen Betroffenen bleibt sie mild, bei anderen verursacht sie erhebliche Beschwerden. Das Verständnis der Ursachen erleichtert die Lösung.

Warum tritt sie auf?

  • GLP-1 verlangsamt die Darmbewegungen — ein gezielter Mechanismus zur Steigerung der Sättigung
  • Reduzierte Nahrungsaufnahme liefert weniger Volumen, das den Darm stimuliert
  • Unzureichende Flüssigkeitszufuhr verschlimmert die Verstopfung
  • Durch verminderten Appetit sinkt auch die Ballaststoffaufnahme

Ernährungsmaßnahmen

  • Ziel: täglich 25–30 g Ballaststoffe (Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte)
  • Flüssigkeitszufuhr erhöhen — mindestens 2 Liter täglich
  • Getrocknete Pflaumen, Feigen oder Datteln wirken natürlich abführend
  • Kaffee kann die Darmbewegung fördern

Nahrungsergänzung und Medikamente

  • Flohsamenschalen (Psyllium): tägliche lösliche Ballaststoffergänzung
  • Magnesiumcitrat oder -oxid: milde, natürliche Abführwirkung
  • Polyethylenglykol (PEG): bei Langzeitanwendung sicher
  • Stimulierende Abführmittel zur täglichen Einnahme vermeiden

Wann sollte man sich Sorgen machen?

Bei Verstopfung länger als 3–4 Tage, starken Schmerzen oder Blähungen sofort ärztliche Hilfe aufsuchen.

Notieren Sie Ihren Stuhlgang in ShotFlow. Das mag ungewöhnlich erscheinen, liefert Ihrem Ärzteteam aber präzise Informationen, wenn Probleme auftreten.

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